CHRONIK - Sportunion Wörschach

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ÜBER UNS


Die Chronik der „Turn- und Sportunion Wörschach"


Der 15. Oktober 1949 war der Geburtstag der „Turn- und Sportunion Wörschach". An diesem Tag trat der provisorisch zusammengestellte Ausschuss zusammen und mit Schreiben vom 26. Oktober 1949 wurde bei der Bezirkshauptmannschaft Liezen der Verein ordnungsgemäß angemeldet.
Der Friseurmeister Adolf Vykoukal, welcher sich nach dem Krieg in Wörschach ansiedelte und ein Haus erbaute (heute Franz und Ursula Resch), war ein Mann mit Tatendrang und so versuchte er, Bewegung in den Ort zu bringen und einige Wörschacher von der Sinnhaftigkeit der Gründung eines Sportvereines zu überzeugen, was ihm schließlich auch gelang.
Adolf Vykoukal galt als besonders kontaktfreudiger Mann und so fiel es ihm nicht  schwer, die Wörschacher und vor allem die Jugend anzusprechen und für seinen neu gegründeten Verein zu begeistern. So mancher Kunde, welcher den „Frisiersalon Vykoukal" betrat, kam nicht nur mit frisch gepflegter Frisur, sondern auch als neues Mitglied des Sportvereines heraus.
Aber trotz intensiver Aufbauarbeit war es zu diesen Zeiten nicht so einfach, die Leute für den Sport zu gewinnen. Es herrschten noch allgemein andere Arbeitsbedingungen mit wesentlich weniger Freizeit. Das heutige Medium „Fernsehen" wo man in attraktiven Sportsendungen die Leute zu begeistern imstande ist, gab es damals noch nicht. Da funktionierte nur die sogenannte „Mund zu Mund Propaganda" – und der Erfolg hat gezeigt, dass sie bestens funktionierte.
Aber die Anfangsphasen waren bald überwunden und große sportliche Erfolge in der „Turn- und Sportunion Wörschach" ließen nicht lange auf sich warten. (siehe Berichte aus den Sektionen.)
Bereits ein Dreivierteljahr nach der Gründung, im Juli 1950, konnte Obmann Adolf Vykoukal sein Organisationstalent mit einer Großveranstaltung, wie es sie in Wörschach bis dahin noch nicht erlebt hat, unter Beweis stellen.


Die Ennstaler Festwoche

Es war eine bestens organisierte Großveranstaltung, welche das ganze Ennstal aufhorchen ließ und ein sehr reges Medien- und Publikumsinteresse hervorrief. Diese Festwoche war ausgefüllt mit einem sehr umfangreichen Programm, wo sich täglich Sportveranstaltung wie Vorführung der österreichischen Nationalmannschaft im Geräteturnen, Konzerte und Kulturveranstaltungen abwechselten. Höhepunkt der Kulturveranstaltung war die Erstaufführung des Ritterspieles „Der Vogt von Wolkenstein" auf der Burgruine. Auch unsere Musikkapelle trat bei dieser Festwoche zum ersten Mal in ihrer einheitlichen Tracht auf.
Ein bemerkenswerter sportlicher Akzent wurde in Wörschach mit der Abnahme des „Österreichischen Turn- und Sportabzeichen" (ÖSTA) bei dieser Festwoche gesetzt, wozu bereits eine Laufbahn errichtet war.
Der Erlös aus dieser Festwoche dürfte auch ein wesentliches finanzielles Fundament in der Vereinskasse gewesen sein.
Aber bereits nach zwei Jahren wird ein neuer Vereinsvorstand der Behörde gemeldet, wo Anton Canek als neuer Vereinsobmann hervorgeht. Mit Schreiben des Gendarmeriepostens Wörschach vom 13. Jänner 1954 wird der Bezirkshauptmannschaft Liezen angezeigt, das die „Turn- und Sportunion Wörschach" ihre Tätigkeit noch ausübt, in diesem Schreiben scheint Adolf Vykoukal als Kulturwart auf.
In einer Meldung vom 9. Jänner 1955 an die o.a. Behörde scheint wieder Adolf Vykoukal als Obmann auf. Darauf erfolgt ein ständiges Wechselspiel zwischen den Obmännern Adolf Vykoukal, Anton Canek und Hermann Derndler, bis im Jahre 1970 OMR Dr. Helmut Seiser als beständiger Obmann hervorgeht.   


Widmung im Ehrenbuch Der Turn- und Sportunion von Dr. Alfons Gorbach 3. Präsident des Nationalrates

Übersetzung der Widmung von Dr. Alfons Gorbach
„Mens sana in corpore sano“

Dieser lateinische Wahrspruch besagt, dass eine gesunde Seele nur in einem gesunden Körper wohnt. Daher fühle ich mich gerade als gewählter Vertreter des Volkes dazu verpflichtet, die Bestrebungen aufrechter und weitsichtiger Menschen meiner Heimatgemeinde Wörschach zur Gründung eines Sportvereines im Rahmen der Österreichischen Turn- und Sportunion weitgehendst zu fördern.

Ist meine Spende von 1.000,- S auch gering, so möge sie doch der Anfang größerer Summen sein, die Sie für den Aus- und Aufbau des Vereines benötigen.


Ausflug zu den Bundeskampfspielen in Wien im Jahre 1951

Mit 38 Teilnehmern der Union Wörschach bei den Bundeskampfspielen in Wien.
Für die Verpflegung wurde beim Röthelsteiner eine Sau geschlachtet und nach Wien mitgenommen. In dieser Woche in Wien wurden wir mit diversen Fleischgerichten von dieser Sau, bei der Schwester und Tante unseres Obmannes Adolf Vykoukal abgespeist. Die beiden Damen haben wunderbar für uns gekocht.

Die Bierzelt-Ära

Für die „Turn- und Sportunion Wörschach" war der Bau des Zeltgerüstes, welches der Feuerwehr Wörschach im Jahre 1967 errichtet wurde und erstmals ein Zeltfest in Wörschach veranstaltete, ein Glücksfall.
Denn seit Pfingsten 1970 bis Juni 1993 wurde jedes Jahr, manchmal auch ein zweites Bierzelt durchgeführt. Einige Jahre später auch ein Fest gemeinsam mit dem Fremdenverkehrsverein.
Dass diese Zeltfeste zu Pfingsten nur mit größtem Einsatz des Vereinsvorstandes, vieler freiwilliger Mitarbeiter und der anderen örtlichen Vereine wie Musikverein und Freiwilligen Feuerwehr möglich war, sollte hier extra betont werden.
Zum finanziellen Erfolg dieser Bierzelte trugen natürlich die „Fußball-Pfingsttuniere" bei, wo wir manches Mal bis zu insgesamt 190 Gäste aus Leoben, Linz, München und natürlich unsere treuen Gäste aus Wuppertal, Rohnsdorf und SV 1910 Jägerhaus Linde, zu Pfingsten am Sportplatz und anschließend im Bierzelt begrüßen durften.
Die über zwanzig Mal durchgeführten Pfingst-Bierzelte ermöglichten auch zum Großteil den Bau unserer schönen Sportanlage.
Auf Grund schneereicher Winter und anderen Witterungseinflüssen war das Zeltgerüst morsch geworden und musste im Jahre 1974 neu errichtet werden. Dieses Gerüst hatte im Jahre 1987 wiederum ausgedient und jedes Mal wurde in Zusammenarbeit mit Musik und großer Unterstützung der Waldgenossenschaft wieder ein neues Zeltgerüst aufgestellt.
Endgültig zu Ende ging es mit dem im Jahre 1993. Immer weniger Besucher ergaben auch einen geringeren finanziellen Erfolg. Auch immer weniger Bereitschaft von seitens der Mitarbeiter, an diesen Feiertagen die Freizeit dem Verein zu opfern, trug letztendlich zum Ende der „Bierzelt-Ära" bei.


Die Narrengrube
(Auch Goldgrube genannt)

Im Jahre 1976 ging endlich ein schon lange gehegter Wunsch der Vereinsleitung zum Betreiben einer Faschings-Bar in Erfüllung.
Das ehemalige Haus der Familie Flaggl wurde von der Firma AGROSSERTA erworben. Die darin im 1. Stock wohnende Familie Viktor Gasper stand unserer Bitte um Überlassung des Erdgeschosses in der Faschingszeit jeweils von Samstag bis Dienstag positiv gegenüber. Dafür gebührt der Familie Gasper noch heute ein großes „Vergelts Gott". Denn mit dieser Befürwortung war auch die Firma AGROSSERTA einverstanden.
Anfang der Achtzigerjahre mussten wir uns wieder einen neuen Platz für die Narrengrube suchen, denn das Haus wechselte seinen Besitzer. Freundlicherweise stellte uns die Familie Socher ihre Doppelgarage zur Verfügung, wo noch bis zum Heurigen Jahr die Narrengrube etabliert war und hoffentlich auch noch viele Jahre bleiben wird. Auch hier dafür ein herzliches Dankeschön auch an den inzwischen neuen Besitzer Familie Scherz.
Die Narrengrube trägt wesentlich zur Finanzierung unserer Vereinsausgaben und zu einem lustigen Faschingstreiben bei.
Zu den großen Veranstaltungen gehören die 1. Tombola im Jahre 1983, wo Frau Frieda Scherz als Hauptgewinnerin ein Auto gewann. Die 2. Tombola wurde im Jahre 1992 durchgeführt.
Im Jahre 1997 wurde im Rahmen des 24- Stunden-Laufes im Betrieb der Kunstschmiede Weitgasser ein Hallenfest veranstaltet.


Die Dorffest-24-Stunden-Lauf-Bar

Im Jahre 1984 wurde die Union Wörschach von den Veranstaltern des Dorffestes eingeladen, eine Bar zu erreichten, wenn wir auch andere Aktivitäten zur Bereicherung des Dorffestes setzen.
So wurde z.B. ein Scheibtruhenrennen, ein Hupfballbewerb für Kinder, Dosenwettbewerb, ein Fetzenmarkt, Geldsuchen im Heuhaufen usw. durchgeführt.
Der Eintrag von dieser Bar war anfangs sehr beträchtlich (ca. 8000,- Schilling), schrumpfte aber mit der Zeit beinahe zur Bedeutungslosigkeit herab. Erst mit Einführung des 24-Stunden-Laufes im Jahre 1989 durch Harry Scherz nahm die Bar und der Verkauf von 24-Stunden-Leibchen, Sweater und Kappen, wieder einen finanziellen Aufschwung und nimmt in unserer Einnahmenseite einen nicht mehr wegzudenkenden Platz ein.
Eine Neuregelung „heuer erstmals" beim Aufbau des 24-Stunden-Laufes brachte der Union mit Aufteilung verschiedener Sektionen ein besonders erfreuliches Ergebnis von über 70.000,- Schilling.
Dafür sei dem Organisationskomitee des 24-Stunden-Laufes besonders zu danken. Denn es war wie ein warmer Regen auf eine verdorrte Wiese.
So wollen wir hoffen, dass dieser weit über unsere Grenzen bekannte Lauf weiterhin auch zur Auffüllung unserer immer leeren Vereinskasse helfen wird.


Der Vereinsvorstand der Turn- und Sportunion Wörschach in der 50-jährigen Vereinsgeschichte

OBMÄNNER und FUNKTIONSDAUER
Adolf Vykoukal 3 Jahre
Anton Canek 10 Jahre
Hermann Derndler 8 Jahre
OMR Dr. Helmut  Seiser 25 Jahre
Franz Sorger 4 Jahre

OBMANN-STELLVERTRETER und FUNKTIONSDAUER
August Koblischka 5 Jahre
Johann Theininger 6 Jahre
Josef Köberl 1 Jahr
Hermann Derndler 2 Jahre
Rupert Tuttinger 3 Jahre
Gerhard Canek 3 Jahre
Dr. Engelbert Hösl 22 Jahre
Franz Sorger 4 Jahre
Ewald Scheucher 4 Jahre

KASSIERE und FUNKTIONSDAUER
Rudolf Greiml 2 Jahre
Karl Mitterhumer 24 Jahre
Franz Dernoschegg 4 Jahre
Manfred Ladner 4 Jahre
Franz Sorger 4 Jahre
Herwig Aigner 8 Jahre
Ernst Lux 4 Jahre

SCHRIFTFÜHRER und FUNKTIONSDAUER
Albert Koutny 2 Jahre
Josef Sinnhuber 2 Jahre
Josefine Derndler 4 Jahre
Grete Furtlehner 1 Jahr
Bernhard Arnold 1 Jahre
Karl Mitterhumer 6 Jahre
Gerhard Canek 2 Jahre
Rudolf Stecher 6 Jahre
Gerhard Lemmerer 14 Jahre
Roland Schachner 7 Jahre
Monika Lux 1 Jahr
Hermine Mandl 4 Jahre


Die Vorstandsmitglieder, Sektionsleiter, deren Stellvertreter und Funktionäre der Turn- und Sportunion Wörschach im Jubiläumsjahr 1999

Vereinsvorstand im Jubiläumsjahr:


stehend: Peter Schwaiger, Dr.Rolf Seiser, Franz Zabresky, Wolfgang Neuper, Luci Sorger, Ernst Aigner

sitzend: Ernst Lux, Grete Langanger, OMR Dr. Helmut Seiser, Obm. Franz Sorger, Hermi Mandl, Ewald Scheucher





Hauptunion:

Obmann:
Franz Sorger,  Stellvertreter: Ewald Scheucher              
Kassier: Ernst Lux,  Stellvertreter: Emil Gorbach           
Schriftführer: Hermine Mandl,  Stellvertreter: Edith Lux

Verwaltung – Zeugwart
: Arno Mitterhumer

Sektion Damenturnen: Grete Langanger
Sektion Fußball: Peter Schwaiger,  Stellvertreter: Eckhart Bleimuth
Sektion Stocksport: Franz Zabresky,  Stellvertreter: Manfred Ladner
Sektion Tennis: Dr. Rolf Seiser,  Stellvertreter: Arno Mitterhumer
Sektion Tischtennis: Ewald Scheucher,  Stellvertreter: Emil Gorbach
Sektion Wintersport: Wolfgang Neuper
Sektion Bergwandern: Karl Lux

Pressereferent: Margot Gosch
Rechnungsprüfer: Gerhard Prüggler und Manfred Ladner
Beiräte: Ernst Aigner, Herwig Aigner und Roland Schachner




 


Die „Turn- und Sportunion Wörschach" hat sich bis im 50. Jubiläumsjahr zu einer starken Gemeinschaft entwickelt, welcher die Hälfte der Ortbewohner angehören, um in den verschiedenen Sektionen ihren Sport zur Stärkung von Körper und Geist auszuüben.
Große sportliche Leistungen wurden erbracht, welche entsprechend gewürdigt und durch Medien in die Welt hinausgetragen wurden.
Als Höhepunkt im Wörschacher Sportgeschehen sind aus den Reihen der „Turn- und Sportunion Wörschach" Landesmeister, Staatsmeister, Junioren-Europameister und sogar Olympiateilnehmer mit einem 9. Rang hervorgegangen.
Auf diese Erfolge blicken wir mit Freude und Stolz zurück und sie sollen uns allen und vor allem der nachkommenden Jugend beispielgebend sein und uns dahingehend bestärken, dass auch im neuen Jahrtausend der Sportlergeist in der „Turn- und Sportunion Wörschach" weiterhin gedeihen möge.


Ein gebührender Dank und ein ehrendes Gedenken
den Pionieren aus der Gründerzeit, welche in selbstloser
Aufbauarbeit diesen entscheidenden Meilenstein
in Wörschach gesetzt haben




Obmänner und Stellvertreter ab 1999


Obmann: Franz Sorger 1999 – 2003               Obmann Stv.: Ewald Scheucher   bis 2001
                                                                                   Obmann Stv.: Dr. Rolf Seiser 2001 - 2007

Obmann: Kurt Brückler 2003 – 2007              Obmann Stv.: Dr. Rolf Seiser 2001 – 2007

Obmann: Dr. Rolf Seiser 2007 – 2013            Obmann Stv.: Wolfgang Neuper 2007 – 2012
                                                                                    Obmann Stv.: Gerhard Prüggler 2012 – 2013

Obmann: Gerhard Prüggler 2013 – 2015     Obmann Stv.: Ewald Scheucher 2013 - 2014
                                                                                   Obmann Stv.: Uwe Schwaiger 2013 – 2014

Obmann : Ewald Scheucher 2015 - heute     Obmann Stv.: Neuper Wolfgang 2015 – heute
                                                                                   Obmann Stv.: Dr. Rolf Seiser 2015 – heute



Namensänderung des Vereines im Jahre 2002

Gemäß Vorgabe der SPORTUNION Steiermark wurde im Mai 2002 der Vereinsname von TURN-UND SPORTUNION WÖRSCHACH auf SPORTUNION WÖRSCHACH geändert (einstimmiger Beschluss bei der Jahreshauptversammlung vom 23.5.2002)



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